Der wichtigste und tragendste Grund für die Praxisgründung ist meine persönliche Lebenserfahrung, wie schwerwiegende Lebensstörungen, -belastungen und -bedingungen mit professioneller Hilfe und ansonsten relativ wenig Aufwand integriert und gewandelt werden können, so dass ich in einem Maß persönliche Stabilität und Zufriedenheit gefunden habe, wie ich es zur Zeit der Krise niemals zu träumen gewagt hätte.

Diese Erfahrung war und ist für mich als Individuum nach wie vor von größtem Wert und nur positiv zu sehen – sozial betrachtet erlebe ich diese Entwicklung als einen aktiven und keinesfalls zu unterschätzenden Beitrag, den jede/r Einzelne zu Frieden und Versöhnung der Welt schenken kann!

Für beide Dynamiken der einen Bewegung empfinde ich zutiefst Dankbarkeit. Von daher habe ich das Bedürfnis von dem Vielen und Großen, an dem ich Anteil haben darf, weiterzuschenken, um damit dann vielleicht auch im Leben anderer „Zünglein an Waagen" sein zu dürfen oder „Tropfen in Krügen" oder wie auch immer, so dass auch anderen Menschen diese gute Wandlung von bisher schweren Lebensbelastungen zu Glück und Zufriedenheit möglich wird.

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Ein zweiter wichtiger Grund für mich diese Praxis zu gründen und mich damit dieser Arbeit zu verschreiben, ist in meinem Bild vom Menschen im Allgemeinen zu finden.

Seit es Menschen gibt, gibt es auch das Bemühen den menschlichen Geist und das menschliche Gefühl, die Psyche, in ihrer Wirkweise und in ihrem Zusammenwirken mit dem Körper zu erklären.
Wertvolles Wissen ist auf diese Weise in den verschiedenen Humanwissenschaften angesammelt worden an dem ich durch meine verschiedenen Aus- und Weiterbildungen teilhaben darf.

Dennoch – so erlebe ich es im Alltag – zählt oft mehr, was mit Händen erarbeitet und mit Zahlen belegt werden kann, dennoch wird Gegenständliches und Materie auch im dritten Jahrtausend ernster und wichtiger genommen als nicht beweisbare und doch ganz real erlebbare Phänomene.

Mir ist es ein Bedürfnis mich in den Dienst dieses Stiefkindes, dieses Unbegreiflichen, was in Wahrheit doch in allen unseren Beziehungen ganz begreifbar ist, zu stellen. Es gibt mehr, davon bin ich fest überzeugt, als messbare und analysierbare Energie und Zusammenhänge. Sie gilt es weiter zu entdecken und ihnen zu vertrauen – wenn sie sich auch noch so ungewohnt in unserer materiell geprägten Ausrichtung anfühlen.

Es ist für mich sehr wichtig, Menschen darin zu ermutigen ihre emotionalen Befindlichkeiten ebenso ernst zu nehmen, wie ihre körperlichen. Aber auch im dritten Jahrtausend lerne ich fast täglich Menschen kennen, die sich ihrer Beratungs- oder Therapiebedürftigkeit schämen und in aller Selbstverständlichkeit mit Halsschmerzen zum Arzt gehen.

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Die Seele will und muss in ähnlicher Intensität gepflegt werden wie der Körper. Und dabei bedarf es – genau wie im körperlichen Bereich – manchmal der Hilfe von Fachleuten. Was soll daran zum Schämen sein?

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Ich wünsche mir sehr, dass dieses Beratungs- und Therapietabu zugunsten zufriedener und stabiler Persönlichkeiten mehr und mehr abgebaut wird. Und mit der Arbeit in meiner Praxis will ich unter anderem auch dazu einen Beitrag leisten.

Und ein dritter Gedanke, der einer frühkindlichen Prägung durch meinen Vater entspringt und der sicherlich zu dieser Praxis-Gründung sehr motivierend beiträgt, entstammt einem Ausspruch meines Vaters. Ich höre ihn noch sagen: „Der Mensch wird am DU zum ICH." Ein Zitat des Philosophen Martin Buber, das mir jedes Mal wenn ich es höre oder lese, mitten ins Herz fällt.

Wir brauchen einander um uns selbst immer besser kennen- und damit auch einschätzen und einsetzen zu lernen.
Auch das ist eine wichtige Überzeugung und Grundlage für meine Arbeit, weshalb ich mich immer wieder gerne zur Verfügung stelle!

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